Pädagogik

Nachahmung
Aus dieser Einsicht ergibt sich der Erziehungsauftrag für den Waldorfkindergarten. Die Kinder leben in einer altersgemischten Gruppe zusammen wie in einer großen Familie. Sinnvolle Tätigkeiten aus dem Alltag werden in den Kindergarten hinein genommen und in einer dem Kinde angemessenen Weise vollzogen, wie z. B. das Zubereiten einer Mahlzeit, Backen, Abspülen und so weiter. Denn: „sinnvolle“, folgerichtige Tätigkeiten werden vom Kind nachgeahmt und tragen dazu bei, auch im späteren Leben in seinem Handeln produktiv und folgerichtig zu sein. Kurzum: Nachahmung und Vorbild tragen ganz entscheidend dazu bei, wie ein Kind in Tun und Denken geformt wird.

Rhythmus
Rhythmus und Wiederholung – dieses Begriffspaar kennzeichnet die pädagogische Arbeit von Waldorfkindergärten. Durch Rhythmus und die sich wiederholende Gliederung des Tages, der Wochen, des Jahres, der Jahreszeiten und Feste wird dem Kind die Welt greifbar, strukturiert und klar durchschaubar gemacht. Diese Regelmäßigkeit soll den Kindern Halt und innere Sicherheit geben. So wird der Kindergartentag, die Woche und letztendlich der Jahresablauf in unserem Waldorfkindergarten in einem immer wiederkehrenden Ablauf gestaltet.

Eurythmie
Einmal wöchentlich, und zwar freitags, kommt eine Eurythmistin in den Kindergarten. Die Eurythmie ist eine von Rudolf Steiner eingeführte Bewegungskunst, die Sprache in künstlerische Bewegung umsetzt. Für die Kinder werden Bewegungsformen einfach nachvollziehbar gehalten und in kleine Geschichten eingekleidet. Die Eurythmie soll ordnend und heilend auf die gesamte Entwicklung des Menschen wirken und zur Stärkung seiner Lebenskräfte beitragen.

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