Märchen

Das Märchen ist im Waldorfkindergarten ein wichtiger Bestandteil. Ein Märchen wird bei uns über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen erzählt. Es handelt sich bei den Märchen um rhythmische Geschichten, die passend zur Jahres- oder Festeszeit ausgewählt sind.

Die Märchen werden nicht vorgelesen sondern frei erzählt, das hat den Vorteil, dass die Erzieherin nicht hinter einem Buch verschwindet, sondern ganz bei den Kindern sein kann. Die Kinder lernen dadurch das zuhören und das zur Ruhe kommen. Die Erzieherin kann mit den Kindern Blickkontakt halten, und ist viel näher bei den Kindern.

Durch die lange Zeit, in der das Märchen erzählt wird, haben die Kinder die Möglichkeit ganz in das Geschehen einzutauchen. Oft erleben wir, das die Märchen sich dann auch im Freispiel widerspiegeln.

Zu Beginn des Kindergartenjahres werden in der Regel die kleinen rhythmischen Geschichten, mit vielen Wiederholungen, erzählt. Im Laufe des Jahres werden die Geschichten länger. Ab Ostern bekommen die Sonnenkinder (das sind die Vorschulkinder) eine fortlaufende Geschichte vorgelesen, da sie durch die lange Zeit, in der sie Märchen und Geschichten gehört haben, das Zuhören geübt haben. Sie sind schon in der Lage sich das Geschehnis aus der Geschichte vom Vortag zu merken und wiederzugeben.

Häufig werden die Geschichten im Waldorfkindergarten mit einem Schoßpuppenspiel oder Puppenspiel begleitet.